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Episode 3 - Zwei Möglichkeiten sind eine zu viel.

 
Zwei Möglichkeiten sind eine zu viel

Erik Matthes ist Krankenhauslogistiker und keiner kennt ihn. Nicht einmal in seinem Krankenhaus. Logistiker sind unsichtbar und sitzen den ganzen Tag vor dem Rechner, studieren Tabellen und Statistiken. Langweilig, nicht einmal Witze über Logistiker gibt es. Selbst Google kennt nur einen Witz und der ist nicht gut. Nur wenn ein Prozess schief läuft, wird Herr Matthes von der Geschäftsführung besucht. Gelobt wird er nie.

Erik und seine Vision

Doch Erik hat eine Vision. Keine von diesen mit denen man, laut Helmut Schmidt, zum Arzt gehen sollte. Nein, Erik ist ja schon im Krankenhaus und hat der Zettelwirtschaft den Kampf angesagt. Kopfschüttelnd steht er vor einer großen, nicht mehr so weißen Magnettafel. Die Disponenten haben die anfallenden Reparaturaufträge des Krankenhauses angepinnt. Die Tafel ist senkrecht in drei Spalten aufgeteilt. Strom, Wasser, Sonstiges steht mit Permanentmarker über den Rubriken und darunter hängt eine Vielzahl bunter Zettel. "Wasserhahn tropft, Zimmer 232", ist da zu lesen und in rot, "Steckdose offen, 4. Stock Flur, DRINGEND!"

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten

Das Reparaturteam sucht sich einen Zettel, nimmt ihn ab und erledigt den Auftrag. Kurt, der Elektriker, nimmt manchmal auch zwei oder drei gleichzeitig, wenn es passt. Der Feierabend ist dann aber doch schneller da als gedacht. Der nicht erledigte Zettel verbringt dann das Wochenende in Kurts Brusttasche. Ab jetzt gibt es mindestens zwei Möglichkeiten. Der Zettel wird vergessen, Kurts Mutter wäscht ihn mit oder Kurt erinnert sich am Montag an den Auftrag und führt ihn aus.

Nichts hasst ein Krankenhauslogistiker mehr. Zwei Möglichkeiten sind eine zu viel.

Die Lösung ist die Verwaltung der Reparaturen mit der Software LOGBUCH. Die Berliner Entwickler von Dynamed haben 20 Jahre Erfahrung mit Logistikprozessen im Krankenhaus und natürlich einen Plan. Ein Plan, der nur eine Möglichkeit offenlässt: Der Auftrag wird zeitnah ausgeführt. Und er wird weder gewaschen, noch vergessen. Alle Techniker haben jetzt ein persönliches Smartphone und bekommen dort Auftrag für Auftrag zugeteilt. Und erst wenn der Job erledigt ist, wird er als solcher markiert. Jetzt sollte nichts mehr schiefgehen.

Macht der Gewohnheit

Doch Erik hat nicht mit der Macht der Gewohnheit gerechnet. Auch wenn das Wort Logistik aus dem Griechischen kommt und Rechenkunst bedeutet. Bei den ersten Auswertungen wundert sich Erik, dass die Aufträge seit der LOGBUCH Einführung so eklatant zurückgegangen sind. Dann wird Erik zum Detektiv. Schnell ist klar, wo die vielen fehlenden Reparaturen geblieben sind. Denn weiterhin werden Zettel, mehr oder weniger heimlich, über den Tisch geschoben und defekte Wasserhähne beim Mittagessen in der Kantine gemeldet. "Das geht doch schneller und ist nicht so bürokratisch", bekommt Erik auf Nachfrage oft zu hören. Logistik im Krankenhaus ist wie die Schwiegermutter im Gästezimmer.

Jetzt ist Erik als Überzeugungstäter gefordert. Er spricht mit den Technikern und nimmt an vielen Teamsitzungen teil. Er bringt lachend unzählige Male das Beispiel mit Kurts Mutter und dem Zettel in der Waschmaschine und lobt die neue, intelligente Tourenplanung bei den Reparatureinsätzen. Wie oft kommt es vor, dass in dem Bett, welches eine neue Rolle braucht, noch ein Patient liegt? Dann muss der Monteur unverrichteter Dinge wieder abziehen. Warum tropft der Wasserhahn in Zimmer 232 plötzlich nicht mehr, wenn der Klempner mit seiner Werkzeugtasche vor ihm steht? Weshalb kommt es immer wieder zu doppelt disponierten und vergessenen Aufträgen? Wie oft muss die Stationsschwester genervt an das defekte Türschloss erinnern?

Jetzt ist Erik oft auf den Krankenhausfluren zu sehen. Er begleitet den Elektriker Kurt auf seiner Tour und spricht oft mit Pflegekräften. Er sitzt mit in der Auftragsannahme, wenn ein verkalkter Duschkopf gemeldet wird und beschlagnahmt schmunzelnd kleine, gelbe Erinnerungsnotizen. Ein Rundschreiben und viel Überzeugungsarbeit später läuft es wie geschmiert und Erik ist sehr zufrieden. Nicht nur die Aufträge werden gerechter verteilt und schneller erledigt, nein, plötzlich ist Erik im Krankenhaus auch beliebt und bekannt wie ein bunter Hund. Fehlt nur noch das Lob der Geschäftsführung. Und ein guter Logistikerwitz.

Text: Stefan Doblinger


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