Im Klinikum Bamberg sorgt seit Anfang April LOGBUCH auch im Vollbetrieb mit seiner Dispositionsautomatik für pünktliche Transporte und optimale Ressourcenauslastung | 03.05.06

Die Sozialstiftung Bamberg besteht aus zwei Kliniken, die gemeinsam ein Schwerpunktkrankenhaus mit über 1.000 Betten bilden. Seit Einführung der digitalen Röntgenaufnahmen gilt es in der Radiologie als Vorreiter und als das größte ?filmlose? Krankenhaus Europas.

Veränderte Rahmenbedingungen und das Wachstum des Unternehmens haben auch in letzter Zeit ständig zu weitgreifenden Umstrukturierungen der medizinischen und der Service-Einrichtungen geführt, die sich auch in dem Neubau eines Gesundheits- und Facharztzentrums, zusätzlichen Fachbereichen sowie in dem Neubau eines Parkhauses widerspiegeln.

So war es nahe liegend, dass auch die interne Logistik - beginnend bei der Organisation der Patiententransporte - unter Federführung des stellvertretenden Pflegedienstleiters Herrn Kanzok neu ausgerichtet wurde.

Die Transportanforderungen und die Terminkoordination erfolgen jetzt in den Auftragsstellen, z. B. den Stationen oder den Funktionsbereichen direkt in der neu eingeführten Logistiksoftware LOGBUCH. Hierfür wird die Eingabemaske direkt aus Medico/S heraus aufgerufen. Es bleibt somit für die Pflegekräfte die gewohnte Arbeitsumgebung erhalten. Neu ist hingegen, dass sie in LOGBUCH erkennen können, ob ein Transporteur schon unterwegs zu ihrer Station ist.

Als Dispositionsverfahren hat sich das Klinikum für alle Transporte der 750 Patienten in dem 11-stöckigen Gebäude auch während der Frühschicht für die vollautomatische Disposition von LOGBUCH entschieden. Dadurch können alle Mitarbeiter direkt für die Ausführung der Transporte eingesetzt werden und es entfallen die kompletten Dispositionsroutinetätigkeiten.

Für die Auftragsübertragung an die Transporteure sowie deren Annahme-, Beginn- und Abschlussmeldung wird die vorhandene Tenovis DECT-Anlage so eingesetzt, dass lediglich ein einfacher Tastendruck erforderlich ist und schon werden diese Meldungen vollautomatisch in LOGBUCH registriert und ermöglichen eine weitere Disposition. Bei speziellen Transporten können sogar auch vollautomatisch zusätzlich erforderliche Transporteure heran gerufen werden. Alle Transporte - auch während des Vormittags - werden durch die Vollautomatik von LOGBUCH den am besten geeigneten Transporteuren zugeordnet.

Damit die speziellen Zielsetzungen des Klinikums wie Prioritätenbeachtung, Termineinhaltung und gleichmäßige Beanspruchung der Transporteure optimal erfüllt werden, wurden vorher aus den über 20 Dispositionskriterien der Automatik die geeigneten Vorgaben ausgewählt und eingestellt. Eine Veränderung dieser Vorgaben kann bei Bedarf jederzeit schnell vom Klinikum vorgenommen werden.

Ohne umständliche Auftragstabellen lesen zu müssen - was z. B. bei 15 Aufträgen die gleichzeitig ausgeführt werden, viel zu lange dauert - wird die aktuelle Auftragssituation jederzeit an dem Ressourcenmonitor und dem dynamischen Lageplan so gezeigt, dass ein kurzer Blick genügt, um das Transportgeschehen zu überschauen.

Bei Bedarf kann aber hiermit auch schnell die Disposition der Automatik verändert werden. Hierdurch besitzt der Mensch trotz Automatik immer die Hoheit über die Auftragsvergabe. Jede Korrektur wird direkt an die Transporteure weitergeleitet.

Die Ergebnisse sind schon jetzt deutlich spürbar: Es treten keine Verspätungen auf, Leerwege werden vermieden und personelle Engpässe sind deutlich seltener geworden.